Wege der Nomaden
9 Tage Kameltrek
Diese Wüstenwanderung beginnt in Mhamid. Am Vorabend heißen wir Sie in unserem Camp willkommen, wo Sie die Nacht verbringen.
Wir zeigen Ihnen auf diesem Trek die Schönheit und Vielfalt der Gegend um Mhamid. Sie tauchen tief in die Wüste ein und erfahren Ihre unterschiedlichen Landschaften mit allen Sinnen im hypnotisierenden Schritt der Kamele.
Unsere Kamelführer bereiten Ihnen drei Mahlzeiten am Tag zu, gegen Mittag werden wir je nach Jahreszeit unterschiedlich lang im Schatten von Tamarisken rasten, damit Sie der größten Tageshitze entgehen.
Abends entzünden wir für Sie das Lagerfeuer, wir singen und trommeln gemeinsam mit Ihnen und Sie lernen die nomadische Kultur der Sahara kennen und schätzen.
Die Nächte verbringen Sie nach Wahl im Zelt oder unter dem freien Sternenhimmel.
Die Kamele sind auf dieser langen Wanderung hauptsächlich als Lasttiere und nicht als Reittiere gedacht, die das lebensnotwendige Wasser, Vorräte und Ausrüstung tragen. Sie können aber auch gelegentlich einem fußlahmen Wanderer aushelfen.
Tag 1 Mhamid – Laraada
Der erste Tag führt uns von Mhamid nach Laraada. Sie überqueren das Wadi Draa, es geht vorbei an Ras an Nakhl (das Ende der Oase von Mhamid mit ihren Palmen) und wandern durch eine schöne Landschaft mit kleineren Dünen und vielen Tamarisken, wo wir das Mittagessen für Sie zubereiten.
Weiter geht es in Richtung Sidi Najji. Dies ist eine Grabstätte, die ein Heiligtum der Nomaden ist.
In der Nähe von Sidi Najji schlagen wir das Nachtlager für Sie auf.
Tag 2 Laraada – Ezzmaila
Wir überqueren ein Reg (Lehmebene), auf dem wir die Spuren vergangener Zivilisationen sehen, zu unseren Füßen finden wir Tonscherben, manchmal sogar Perlen oder Pfeilspitzen aus Feuerstein. Vor uns liegen die Berge, die die Grenze zu Algerien darstellen.
Ezzmaila ist ein Dünenfeld nahe der Berge, die beeindruckend hinter uns aufragen. Wir erreichen es am Abend, dort verbringen wir die Nacht zwischen den Sanddünen am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel.
Tag 3 Ezzmaila – Erg Ezzahar
Von Ezzmaila geht es zu den Dünen von Erg Ezzahar. Dieser Tag ist ganz im Zeichen der Dünen und wir wandern hauptsächlich durch den Sand, ab und zu begegnen wir einzelnen Tamarisken.
Sie sehen die unterschiedlichsten Formationen dieser so wandelbaren Landschaft, die sich immer wieder neu formiert, so dass sie jedes Mal wieder einzigartig und frisch ist und auch wir sie immer wieder neu entdecken.
In Erg Ezzahar ist eine der höchsten Dünen Marokkos an deren Fuß wir das Lager aufschlagen.
Wenn Sie noch Energie haben, können Sie die Düne erklimmen um den endlosen Blick über die Sahara zu genießen und einen ganz besonderen Sonnenuntergang zu sehen, während wir für Sie das Abendessen kochen.
Die Legende sagt, unter dieser Düne sei ein großer Schatz verborgen – wer weiß, vielleicht finden Sie ihn?
Tag 4 Erg Ezzahar – Ereig Essmar
Aus dem lebensfeindlichen Gebiet der hohen Sanddünen geht es Richtung dem Wadi Draa weiter. Hier wird die Vegetation wieder reicher, hier weiden Kamele, wir finden Spuren der Fennecs und Kaninchen, die in der Gegend leben. Wir kommen zum Brunnen von Ereig Essmar vorbei, auf den sich unsere Kamele schon freuen.
Auch für die Wanderer bietet sich die Gelegenheit, sich mit reichlich Wasser zu waschen und abzukühlen. Hier rasten unter Palmen. Wir wandern dann noch ein wenig weiter zu unserem Nachtlager, dass in dieser etwas fruchtbareren Gegend aufgeschlagen wird.
Tag 5 Ereig Essmar – Erg Chegaga
Wir lassen das Wadi hinter uns und begeben uns wieder in die Wüste. Auf dem Weg nach Erg Chegaga durchqueren wir verschiedene Landschaften, Erg (Sanddünen) und Reg (dies sind die Stellen auf denen zwischen den Dünen die endlose Lehmebene freiliegt, auf der sich die Dünen bewegen und die einst der Meeresboden war). Auf dem Reg können wir auch immer wieder Spuren dieser Zeit finden, Seemuscheln und Schnecken und auch versteinerte, rote Korallen oder Fossilien.
Nach den seltenen Regenfällen ist dies eine grüne Ebene, auf der Kamele weiden. Zu Mittag rasten wir unter Bäumen in Erg Sedra.
Am Abend erreichen wir das riesige Dünenfeld von Erg Chegaga, das mit 40 Quadratkilometern das größte und spektakulärste von ganz Marokko ist. Dort können Sie die hohen Dünen besteigen um die spektakuläre Aussicht zu genießen, bevor wir zu Abend essen.
Tag 6 Erg Chegaga – Erg Bougaren
Wir passieren einen Ausläufer der Hamada, der Stein- und Geröllwüste, die vielleicht kärgste Landschaft in der es keine Vegetation und kaum Leben gibt. Die Landschaft ändert sich langsam, wird sandiger und lebendiger und wir erreichen Oued Latache, ein weiteres Flußbett, das sich bei seltenem Regen mit Wasser füllt.
Dort gibt es wieder Bäume, unter denen uns der willkommene Schatten erwartet.
Von Erg Sedra geht es Richtung Osten nach Erg Bougaren wo wir das Nachtlager errichten.
Tag 7 Erg Bougaren – Louteid
Diesen Tag ziehen wir weiter Richtung Osten, zu unserer Linken liegt die lebensfeindliche Hamada. Wir halten uns rechts, wandern vorbei an den vereinzelten Tamarisken, die zwischen den Dünen der Trockenheit trotzen.
Wir halten Ausschau nach Spuren von Leben und den Tieren, die hier leben: Sandfische, Skarabäen, wir ziehen weiter im Rhytmus der Wüste.
Wir erreichen Louteid, ein schöner Platz, an dem wir unser Lager aufschlagen wie Generationen von Nomaden zuvor und erholen uns von den Strapazen des Tages.
Tag 8 Louteid – Bertam
Ein neuer Tag erwartet uns, der letzte, den wir ganz in der Wüste verbringen werden. Wir überqueren nochmals die Hamada, deren endlose Leere und Eintönigkeit so eindrücklich ist, und über der der Wüstenhimmel besonders weit, klar und gnadenlos erscheint.
Heute kommen wir zum „Straußenbrunnen“, Oued Annam, wo wir zu Mittag rasten. Leider finden wir heute keine Strauße mehr in unserer Gegend, es ist zu trocken geworden. Wir finden aber noch viele Schalen ihrer Eier, die die Nomadinnen zu Perlen für ihren Schmuck verarbeiten.
Am Abend erreichen wir Bertram, dessen Vegetation uns nach dem Durchqueren der Wüste beinahe üppig erscheint, auch wenn die anhaltende Dürre auch hier ihre Spuren hinterlässt. Mit etwas Glück treffen wir hier auch Nomaden, die ihre Kamel- und Ziegenherden weiden.
Hier verbringen wir die letzte Nacht unter dem Sternenhimmel der Wüste.
Tag 9 Bertam – Mhamid
Am letzten Tag wandern wir noch durch ein Gebiet kleinerer Dünen. Von deren Kuppen erahnen wir schon Mhamid am Horizont. Gegen Mittag erreichen wir das Camp. Dort können Sie sich von der Wanderung bei einem leckeren Mittagessen erholen und eine willkommene Dusche nehmen.
Auf Wunsch können wir für Sie auch einen Besuch im Hamam von Mhamid arrangieren, wo Sie sich die Strapazen der Wüste abwaschen können.
Dauer: 9 Tage + 9 Nächte
Abreise: Mhamid nach dem Frühstück (Vorabend-Übernachtung)
Rückkehr: Mhamid zur Mittagszeit (an Tag 9)
Entfernung: 120 km
Umfang: 1 Übernachtung im Gästehaus, 8 Übernachtungen im Zelt, 9 Tage Kameltrekking (1 Kamel pro Person plus Gepäcktiere). alle Mahlzeiten ab dem Abendessen am Vorabend des Aufbruchs
Preis (pro Person): 599 € (ab 2 Teilnehmern), 699 € (allein)